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Linde Material Handling von 1904 bis 2006
1904
Am 15. Februar 1904 gründen Dr. Hugo Güldner, Dr. Carl von Linde und Dr. Georg von Krauss die Güldner-Motoren-Gesellschaft mbH in München.
1929
Die zuvor schon über eine Beteiligung verfügende Gesellschaft für Lindes Eismaschinen übernimmt die Güldner-Motoren-Gesellschaft komplett und strukturiert das Fertigungsprogramm um.
1933
Beginn der Fertigung von Kleindieselmotoren.
1938
Die Produktion entwickelt sich über Gasmotoren und -generatoren, Flugzeug- und Pflugmotoren, Dieselmotoren bis hin zur Herstellung von Traktoren ab 1938.
Mit dem A 20 wird der erste Güldner-Schlepper in Serie hergestellt.
1956
Produktion des ersten hydrostatisch angetriebenen Transportfahrzeugs in Aschaffenburg, genannt Hydrocar.
1958
Der Bereich "Hydraulik" entsteht. Er bildet die Basis der späteren Linde AG Werksgruppe Flurförderzeuge und Hydraulik. Der erste Gabelstapler mit hydrostatischem Getriebe wird gebaut.
Neben dem Linde-Stapler zählt die Hydraulik auch Hersteller von Bau-, Land- und Forstmaschinen sowie Fördertechnik und Kommunalfahrzeugen zu ihren Kunden.
1965
Die "Gesellschaft für Linde's Eismaschinen AG" ändert ihren Namen in "Linde AG". Fortan firmiert die Aschaffenburger Niederlassung unter "Linde AG, Werksgruppe Güldner Aschaffenburg". Im gleichen Jahr wird auch die Hydraulik Baureihe A komplettiert. Sie besteht aus hydrostatischen Pumpen und Motoren in Schrägachsenbauweise nach dem THOMA-Prinzip.
1969
Konzentration der Werksgruppe auf das Gabelstapler- und Hydraulikprogramm. Die Fertigung von Schleppern wird eingestellt. Bis zu diesem Zeitpunkt haben 300.000 Dieselmotoren und etwa 100.000 Schlepper die Werkshallen in Aschaffenburg verlassen.
1972
Mit Einführung der Verstellpumpe BPV startet die Umstellung auf die Hydraulik-Baureihe B. Durch die neuartige Schrägscheibenbauweise werden Pumpen und Einschubmotore wesentlich kompakter und leichter. Darüberhinaus können Funktionen wie z.B. die Ausspeisung erstmalig integriert werden.
1984
Linde führt die Load-Sensing Technologie mit der Linde Synchron Control ein. Durch die Synchronisation der Bewegungen aller gleichzeitig arbeitenden Verbraucher wie z.B. Ausleger, Stiel und Löffel am Bagger, wird schnelles und präzises Arbeiten erst möglich.
Neben den hydraulischen und mechanischen Komponenten wie Pumpen, Motoren, Drehwerks- und Kettengetrieben sowie Steuerventilen, liefert Linde auch die elektronische Steuerung für das LSC-System. Bereits zu diesem Zeitpunkt kann Linde auf eine langjährige Elektronik-Entwicklung zurückblicken.
Übernahme des größten französischen Staplerproduzenten Fenwick und Gründung der Fenwick-Linde S.A.R.L. (Lagertechnikgeräte).
1989
Linde baut durch die Übernahme des britischen Staplerherstellers Lansing die Stellung auf dem europäischen Flurförderzeuge-Markt (Frontstapler, Leer- und Containerstapler, Querstapler, Lagertechnik) weiter aus.
1991
Die "Linde AG, Werksgruppe Güldner Aschaffenburg" firmiert jetzt als "Linde AG Werksgruppe Flurförderzeuge und Hydraulik".
1993
Linde gründet ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem zweitgrößten chinesischen Staplerhersteller in Xiamen.
1994
Einführung von Axialkolbenmaschinen der Baureihe 02 mit einem Schwenkwinkel von 21°, der deutlich über dem industriell üblichen Wert von 18° liegt.
Aus diesem Konstruktionsprinzip ergeben sich deutliche Vorteile wie Kompaktheit, höhere Wirkungsgrade und präzises Steuerungsverhalten. Außerdem ermöglicht es die Realisierung integrierter Lösungen.
1998
40-jähriges Jubiläum der Linde-Hydrostatik unter dem Motto: "Unser Antrieb ist Innovation".
Als Pionier für Hydraulik-Einheiten setzt Linde nicht nur bei Bau- und Landmaschinen vieles in Gang: Seit 40 Jahren sorgt der hydrostatische Antrieb auch bei Diesel- und Treibgas-Staplern für reibungslose Kraftübertragung. Im Februar 1998 wird der 200.000ste Stapler mit hydrostatischem Antrieb ausgeliefert. Derzeit zeugen über 600 in Kraft befindliche Patent- anmeldungen und Patente von der innovativen Linde-Technik.

2000
Entwicklung des K55, einer Motor-Pumpen-Kombination im
gemeinsamen Gehäuse, für den stufenlosen CVT-Traktorenantrieb.
2001
Linde produziert den 100.000 Stapler der BR 351, das sind Diesel- und Treibgasstapler von 2,0 bis 3,5 Tonnen. Die Baureihe, die 1985 auf den Markt kam und über das typische Linde-Design verfügt, ist damit die Meistgebaute aus Europa und eine der erfolgreichsten weltweit. Das neue Produktionswerk für Groß- und Schwerstapler in Merthyr Tydfil, Großbritannien, wird feierlich eingeweiht.
2002
Einführung der innovativen, völlig neu konstruierten Staplergeneration 39X, zunächst mit einer Tragkraft von 2,0 bis 3,5 Tonnen.
2004
Mit der Speicherumsteuerung SPU für Regelpumpen im offenen Kreislauf reduziert Linde die Druckpulsationen und damit die Geräusche um bis zu 70%. Das Geräuschniveau sinkt sowohl in der Kabine als auch im Außenbereich über den gesamten Betriebsbereich hinweg unabhängig von Druck, Drehzahl und Temperatur.
Weiteres aktuelles Highlight ist der PTO-Motor, ein Verstellmotor mit durchgehender Welle, so daß an beiden Wellenenden ein Drehmoment abgegeben werden kann.
Der Gerätekonstrukteur kann den PTO-Motor somit direkt und unmittelbar in den Antriebsstrang einbauen. Die wesentlichen Vorteile sind geringere Produktionskosten durch den Entfall des Achsverteilergetriebes, ein besserer Gesamtwirkungsgrad und reduzierter Kraftstoffverbrauch.
Einführung drei weiterer Modelle der 39X-Staplerbaureihe mit bis zu 5,0 Tonnen Tragkraft. Ausschlaggebend für den Erfolg des neuen Staplers im Porsche-Design sind zahlreiche technische Innovationen, wie z.B. die vierte Generation des Linde-Hydrostatik-Antriebs, die elektrische Hubsteuerung "Linde Load Control" sowie die elektronische Steuerung "Linde Truck Control".
Der Geschäftsbereich Linde Material Handling feiert das 100-jährige Jubiläum.
2006
Der Geschäftsbereich Linde Material Handling wird zum 1.8.2006 aus der Linde AG ausgegliedert und rechtlich verselbstständigt. Die neue Firmierung lautet nun: Linde Material Handling GmbH & Co. KG.
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